Die ADR nimmt Kenntnis dass Herrn Etienne Schneider als Wirtschaftsminister designiert wurde, stellt aber fest dass die LSAP wieder auf einen hohen Beamten zurückgreifen muss um einen Posten als Regierungsmitglied zu besetzen. Die ADR protestiert gegen die Ernennung eines sozialistischen Politikers zum Mitglied des Staatsrats in welchem die Majoritätsparteien weiter überrepräsentiert sind.

Die ADR gratuliert Herrn Etienne Schneider (LSAP) zu seiner parteiinternen Wahl zum zukünftigen Wirtschaftsminister. Die Tatsache, dass Etienne Schneider ein hoher Beamter des Wirtschaftsministeriums ist, dürfte einen schnellen und reibungslosen Übergang der Amtsgeschäfte erleichtern.

Die ADR stellt aber fest, dass die LSAP zum wiederholten Male auf hohe Beamte zurückgreifen musste, um politische Staatsämter zu bekleiden. So wie vorher schon Nicolas Schmit ist nun auch Etienne Schneider ohne elektorales Mandat zum Regierungsmitglied geworden. Die ADR sieht hierin das Eingeständnis der LSAP, dass es ihren gewählten Volksvertretern sowohl an Kompetenz als auch am nötigen Einsatz fehlt um noch Regierungsämter zu übernehmen. Die ADR sieht darin auch einen Betrug am Wähler.

Die ADR wünscht Etienne Schneider ein soziales Gewissen und verlangt, dass er sich für die Beibehaltung des Index ausspricht. Anstatt die Wettbewerbsfähigkeit zu Lasten der Kaufkraft zu bewerkstelligen, muss die Luxemburger Regierung mit viel größerer Durchschlagskraft die Inflation bekämpfen! Die durch die Finanzindustrie maßgeblich ausgelöste Wirtschaftskrise wird viel zu sehr auf Kosten der ehrlichen Steuerzahler und der Empfänger kleiner und mittlerer Einkommen bekämpft. Die ADR erwartet von der LSAP und deren Regierungsmitglieder, dass sie sich wieder für die Interessen der Menschen einsetzen und sich nicht weiter als Instrument des Sozialabbaus beweisen.

Die ADR protestiert gegen die vorgeschlagene Ernennung eines sozialistischen Gemeindepolitikers zum Mitglied des Staatsrats. Die ADR hat wiederholt eine gerechte Verteilung der Mandate im Staatsrat verlangt, und erinnert daran, dass einige Parteien, wie die Grünen und die ADR, im Staatsrat unterrepräsentiert sind. Aufgrund der langjährigen Wahlresultate in Luxemburg verlangt die ADR zwei Mandate im Staatsrat.