Wahnsinn mit System!

Am 21 Juni unterzeichnen die Stadt Luxemburg und der Staat eine Konvention zur Gründung des „Groupement d’intérêt économique LuxTram.“  Dieses GIE wird mit 6,6 Millionen Euro dotiert (Stadt Luxemburg und die staatlichen Stellen steuern je 3,3 Millionen Euro bei) und soll die Machbarkeit der Trambahn in zwei Richtungen über den Pont Adolphe, in zwei Richtungen über den Viaduc, oder je eine Richtung pro Brücke untersuchen.

Die ADR fragt sich, weshalb in diesem Fall rund eine Viertel Milliarde ehemalige Luxemburger Franken investiert werden sollen um nachträglich die Machbarkeit eines Projektes zu untersuchen, das bereits beschlossen ist und mit dem die sogenannte Tramkommission sich bereits eingehend beschäftigt hat.

Die Alternativ Demokratesch Reformpartei kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit dieser Vorgehensweise nur Zeit geschunden werden soll. Offenbar soll damit verhindert werden, dass die Wählerinnen und Wähler bereits vor den Wahlen 2009 die bittere Wahrheit erfahren. Nämlich, dass die Verantwortlichen sich in ihrer ideologischen Verblendung in eine Sackgasse manövriert haben und eine Trambahn durch die Hauptstadt nicht machbar ist. Ganz davon abgesehen, dass sie zur Lösung der Verkehrsprobleme ungeeignet ist.

Dass nun weitere Steuergelder in Studien gesteckt werden, grenzt fast an fundamentalistischen Wahnsinn, vor allem da das Tramprojekt von seinen Verfechtern immer mehr amputiert zu werden scheint. Von einer Tram über die Rote Brücke wird zum Beispiel nicht mehr gesprochen. Hier wird einmal mehr das Geld der Steuerzahler in unnützen Studien verbraten, während das Verkehrschaos mit jedem Tag größer wird.

Die ADR wird die weitere Entwicklung dieses Dossiers sehr genau verfolgen und wiederholt ihre Forderung nach einer unterirdischen Zuglinie mit mehreren Haltestellen auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg. Dies ist die einzige Lösung, die Sinn macht, weil sie die eigentliche Pendlerproblematik löst und überdies ohne große Verzögerung in Angriff genommen werden kann.