Nach dem Hearing über die “Pont Adolphe”

Anlässlich des öffentlichen Hearings am vergangenen Samstag über die Zukunft der Adolphe-Brücke hat sich eine Mehrheit der Teilnehmer für eine Erhaltung dieses Bauwerks ausgesprochen. Außerdem hat sich erwiesen, dass die Diskussion um die Zukunft der „Nei Bréck“ eng mit jener über die Tram- oder RER-Metro-Diskussion zusammenhängt.

Leider lassen nach dem Hearing geäußerte Reaktionen, wie die von Stadtbürgermeister Paul Helminger oder Transportminister Lucien Lux, darauf schließen, dass sowohl die Stadt Luxemburg als auch die Regierung nach wie vor nicht bereit sind eine breite öffentliche Diskussion über die Alternativen zu einer Trambahn zu führen. Die Herren Helminger und Lux stellen sich taub und überhören jegliche kritische Stimmen zur Tram die sich während dieses Hearings Gehör verschafften.

Auf undemokratische Art und Weise werden Fakten geschaffen

Dass dem so ist, hat Transportminister Lux am Sonntag Abend während der RTL-Sendung „Impuls“ mit folgender Äußerung zugegeben: „Gleeft mër ës, datt mer bis 2009 esou klooer Décisiounen wärten geholl hun, datt keng zoukünftéch Regierung, keen zoukünftégën Minister méi den Tram wärt vun der Schinn huelen.“

Die ADR wehrt sich gegen eine solche undemokratische Vorgehensweise und unterstreicht ihre Auffassung, dass es sich bei der Trambahn um eine Lösung handelt mit der ausschließlich eine bestimmte politische Klientel bedient werden soll. Die echte Zukunftslösung einer unterirdischen Zugtrasse wird vom Schöffenrat der Stadt Luxemburg und von der Regierung kaltschnäuzig ignoriert. Die Alternativ Demokratesch Reformpartei fordert deshalb ein öffentliches Hearing über das Pro und Kontra zur Trambahn und ihren Alternativen.