Wieder muss die ADR feststellen, dass im Centre Pénitentiaire von  Schrassig menschenverachtende Zustände herrschen. Ein neuer Selbstmord bestätigt die fehlende beziehungsweise mangelnde psychotherapeutische Behandlung.

Ob und wie in der Strafanstalt behandelt wird, das ist nämlich ein Buch mit sieben Siegeln. Fakt ist aber, dass recht wenig mit den internierten Tätern gearbeitet wird. Aggressionen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Medizinische Therapien stehen auf dem Papier und werden nicht durchgeführt. Die Direktion ist überfordert oder drückt beide Augen zu. Menschen im Knast werden wie minderwertige Wesen behandelt. Hier gilt die Maxime „Friss oder stirb!“. Es ist zu befürchten dass auch nach diesem Selbstmord keine tiefgreifenden Maßnahmen unternommen werden und das nächste Opfer nicht lange auf sich warten lassen wird.

Die ADR ist nicht mit solchen menschenunwürdigen Zuständen einverstanden und fordert eine gezielte Therapie für jeden Häftling, damit die Resozialisierung schon vor der Entlassung der Täter erzielt werden kann. Das ist nicht nur eine Frage der Menschlichkeit, sondern liegt im allgemeinen Interesse!

Die ADR verlangt, dass endlich Remedur geschaffen wird. Der christlich-soziale(!) Justizminister Biltgen wird aufgefordert, endlich die nötigen Mittel bereitzustellen und dafür zu sorgen, dass ein moderner und humaner Strafvollzug im Gefängnis einkehrt, anstatt seine Verantwortung auf die Direktion abzuschieben.

Diese seit vielen Jahren andauernden Missstände im Centre Pénitentiaire von  Schrassig sind eine Schande für die CSV-LSAP Regierung und unser Land.