Während eines extra einberufenen Bildungskongresses am 19. Januar 2008 in Frisingen stellte die Alternativ Demokratesch Reformpartei ihr Programm für eine tiefgreifende Reform der Luxemburger Bildungspolitik vor.Nachdem die sukzessiven CSV-Regierungen und ihre, sowohl CSV- als auch DP- und LSAP-Bildungsminister während der vergangenen 20 Jahre bewiesen haben, dass sie außerstande sind die Luxemburger Jugend ordentlich auf die Zukunft vorzubereiten, und nachdem das Bildungsniveau seit Jahren kontinuierlich abnimmt, plädiert die ADR in ihrem Schulprogramm nicht nur für einen fundamentalen Umbau des Unterrichtswesens, sondern für einen regelrechten Umbau des gesamten Systems.

Wie ADR-Pressesprecher Alain Frast erklärte, findet sich die Breite und Tiefe des ADR-Schulreformprogramms bereits im Leitmotiv des Kongresses wieder, wobei „school 4 future“ sowohl „Eine Schule für die Zukunft“ heißt, als die Zahl 4 ebenfalls die vier Hauptpfeiler symbolisiert, die der ADR-Reform zugrunde liegen und die da sind:

  1. REFORM DER STRUKTUREN
  2. REORGANISATION DES SCHULBETRIEBS
  3. EINFÜHRUNG EINER QUALITÄTSKONTROLLE
  4. KONKURRENZ ALS MOTOR

Generalsekretär der ADR, Roy Reding, wies in seiner Rede auf die Misserfolge der Unterrichtsminister der vergangenen Legislaturperioden hin, und warf Staatsminister Jean-Claude Juncker vor, dass dieser zwar seit bereits mehr als zehn Jahre regelmäßig in schönen Reden auf die Bildungsmisere in Luxemburg hinweise, als Chef der Regierung, und das seit nunmehr schon 12 Jahren, es jedoch nicht fertig gebracht habe Konsequenzen aus seiner Feststellung des Misserfolgs zu ziehen.
Die ADR werde mit ihrem Reformprogramm wohl so manchem auf die Füße treten, unterstrich Roy Reding, es sei dies jedoch die Aufgabe einer echten Reformpartei unbequeme Wahrheiten auszudrücken und unbequeme neue Wege aufzuzeichnen. Wichtig sei vor allem die Belohnung für diese Unbequemlichkeit, nämlich, eine Zukunft für jedes Kind.

ADR-Parteipräsident Robert Mehlen fiel die Aufgabe zu das Bildungsreformprogramm der Alternativ Demokratesch Reformpartei im Detail zu erläutern. Der Redner wies darauf hin, dass nicht noch weitere Zeit mit Herumexperimentieren verloren werden dürfe. In internationalen Vergleichen schneide das Luxemburger Bildungswesen regelmäßig dermaßen mittelmäßig bzw. schlecht ab, das nur eine tiefgreifende Reform ohne Tabus und ohne Rücksicht auf angestammte Rechte die Wende herbeiführen könne.

D’Propose vun der ADR fir d’Schoulreform (pdf)