Leipzig zeigt wie es auch in Luxemburg funktionieren kann.

Während einer Pressekonferenz am 18. Februar zeigten sich die ADR-Abgeordneten Robert Mehlen und Gast Gibéryen überzeugt davon, dass die Trambahn durch die Hauptstadt wohl niemals realisiert werden wird. Verschiedene Äußerungen und Entwicklungen der letzten Zeit lassen darauf schließen, dass die Verantwortlichen der Regierung und der Stadt Luxemburg dem Wahlvolk die Wahrheit allerdings erst nach den Parlamentswahlen 2009 offenbaren werden. Bis dahin werde weiter Geld in ein Vorhaben gesteckt, das so gut wie tot sei.

Robert Mehlen verwies auf rezente Zeitungsartikel (siehe unten) sowie auf eine Unterredung zwischen dem Transportminister und dem Mouvement Ecologique, deren Schlussfolgerungen darauf hindeuten, dass sogar die Verfechter eine Trambahn durch die Hauptstadt zwischenzeitlich Bedenken vorbringen.

 Auch die ADR spricht sich für die Bahn als Rückgrat des öffentlichen Transport aus, plädiert jedoch weiterhin für das Projekt einer unterirdischen Bahnlinie durch die Hauptstadt, so wie es von Ingenieur Georges Schummer ausgearbeitet wurde. Nur dies bringe eine echte Lösung des Verkehrsproblems, so Robert Mehlen. Die Tram ersetze bestenfalls Busse anstatt zusätzlichen Verkehrsraum zu schaffen.

Dass unterirdische Zuglinien durchaus machbar sind, illustrierte der ADR-Abgeordnete anhand des Beispiels Leipzig, wo in der Rekordzeit von drei Jahren ein drei Kilometer langer Tunnel für eine unterirdische Bahn gegraben werde. Die Topographie Luxemburgs biete sich für eine solche Lösung förmlich an.

Als Fazit bedauerte der ADR-Abgeordnete Gast Gibéryen, dass das Thema „Tram oder nicht Tram“ zu sehr  parteipolitisch und ideologisch angegangen worden sei. Wichtig sei es endlich die Realität anzuerkennen. Da dies jedoch nicht passiere und die Regierung die Augen vor der Realität verschließe, werde weiterhin viel Zeit und Geld verschwendet.