Pressekommuniqué Sektioun Wëntger: Schließung der „Maternité“, Ende der Wiltzer Klinik?

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Mit großer Besorgnis sieht die ADR Wintger der neuen Aufgabenverteilung des „Centre hospitalier du Nord“ entgegen. Nach der Schließung des Klerfer Spitals Mitte der siebziger Jahre wird nun ein weiterer Schritt getan in Richtung Verschlechterung der medizinischen Grundversorgung speziell für die Einwohner der Kantone Klerf und Wiltz.

Die Einschränkung der Notfallversorgung am Wiltzer Krankenhaus hat ja schon für große Aufregung im Norden gesorgt. Diese Einschränkung erfolgte „zufälligerweise“ ab dem Zeitraum der Fusion von beiden Krankenhäusern!! Die Frage stellt sich nun, ob diese nicht schon bereits im Vorfeld so geplant war um die Entscheidung in eine gewisse Richtung hin zu beeinflussen? Was verbirgt der Gesundheitsminister unter der Absicht der Einrichtung einer Art „Maison médicale“ Antenne für den Erhalt einer umfassenden allgemeinmedizinischen Grundversorgung in Wiltz? Was ist unter Akutgeriatrie zu verstehen?

Mit der Schließung der „Maternité“ in Wiltz ist der erste Schritt zu einer Übergangsetappe vor der definitiven Schließung der Wiltzer Klinik getan. Dabei hat gerade diese „Maternité“ einen ausgezeichneten Ruf. Dies wurde durch ein Gütesiegel der UNICEF und vielen Stellungnahmen von Eltern untermauert, die sogar aus dem Süden unseres Landes und aus dem benachbarten Ausland zur Wiltzer Maternité kamen, um zu entbinden. Wenn schon eine Zusammenarbeit dieser beiden Spitäler gefördert werden soll, warum wird dann nicht die „Maternité“ in Wiltz ausgebaut, dies auf Grund einer beispielhaften Aufbauarbeit in Sachen Betreuung und Qualität in den letzen Jahren. Jetzt werden diese Menschen für ihren Einsatz bestraft.

Muss denn immer alles unter dem Deckmantel der Globalisierung und der diesbezüglichen Finanzierung betrachtet und entschieden werden? Wo bleibt der Faktor Mensch? Für die ADR ist das erste und wichtigste Recht für jeden Patienten der einen „menschenwürdigen“ Pflege, insbesondere im stationären Bereich. Krankenhäuser und andere Institutionen im Pflegebereich müssen so organisiert werden, dass der Patient – Mensch im Mittelpunkt steht, dass dieser neben einer bestmöglichen ärztlichen Betreuung auch als Mensch wahrgenommen wird (ADR Wahlprogramm). Bei dieser Entscheidung wurde dem Grundkonzept „Wohnsitz, Arbeit und Freizeit“ unseres Erachtens nicht Rechnung getragen, obschon gerade die großen Parteien mit diesem Slogan auf Wählerfang gehen. Doch in der Umsetzung zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Wir befürchten – langfristig gesehen-, dass in Wiltz nur noch die Schaffung eines psychiatrischen „Hôpital du jour“ verbleibt, vielleicht im günstigsten Falle verbunden mit einer „Maison médicale“, und auch dies ist noch nicht geklärt. Die ADR Wintger ist nicht gegen eine neue Aufgabenverteilung der Krankenhäuser in Ettelbrück und Wiltz, hat aber große Bedenken bezüglich der aktuellen Organisationspolitik. Speziell für die Einwohner der Kantone Wiltz und Klerf bedeutet dies eine Verschlechterung. Wir fordern alle Verantwortlichen auf, dies neu zu überdenken.

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