Pressekommuniqué Bezierk Norden: Die Optimisierung des Bereitschaftsdiensts der Apotheken im Norden ist gescheitert: Die ADR regt Schaffung eines „Pharma-Busses“ an

Seit der Neuregelung im Oktober 2006 des Apothekenbereitschaftsdienstes im Norden des Landes hat sich die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten – vor allem in den Kantonen Wiltz und Clervaux – verschlechtert. Daran ändert auch nichts, dass das Apothekersyndikat im Februar dieses Jahres die Apotheke in Vianden in den Plan des „Service de Garde“ eingebunden hat; dies unverzüglich nach einer diesbezüglichen parlamentarischen Anfrage unseres Abgeordneten Jean-Pierre Koepp.

Trotzdem müssen mancherorts die Menschen bis zu 100 Kilometer zurücklegen um sich nachts, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen mit Medikamenten zu versorgen, vor allem für Leute mit eingeschränkter Mobilität (nicht jeder hat ein Auto), ältere Menschen und vor allem in Notfällen eine unhaltbare Situation.

Die ADR fordert deshalb einen verbesserten Apothekenbereitschaftsdienst für den Norden. Sollte dieser nicht möglich sein, so regen wir speziell für Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Schaffung einer Art „Pharma-Bus“ an , d.h. eines mobilen Apothekerbereitschaftsdienstes auf Abruf.

Wie ein solcher Dienst zu organisieren wäre, müsste zwischen Apothekern und Ärzten abgeklärt werden. Im Interesse einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Medikamenten müssen allefall neue Wege beschritten werden!