Die ADR spricht den Angehörigen und Freunden der Ermordeten sowie dem norwegischen Volk ihr tiefst empfundenes Mitgefühl aus und hofft, dass der Täter seiner gerechten Strafe zugeführt wird.

In der heutigen Ausgabe (26.07.2011) einer luxemburgischen Gratiszeitung ist zu lesen, dass der norwegische Massenmörder, der durch seinen politisch motivierten Hass unendliches Leid unter der Bevölkerung Norwegens angerichtet hat, in seinem abstrusen „Manifest“ u.a. die ADR als „Anti-Immigrations und nationalistische Partei“ bezeichnet haben soll.

Es versteht sich von selbst, dass die ADR die Einschätzung des norwegischen Massenmörders entschieden zurückweist. Das Grundsatzprogramm und das Wahlprogramm der ADR, die als Ergebnis langer interner Diskussionen entstanden sind, sind bindend für alle Mitglieder und Mandatsträger. In seinen Programmen spricht die ADR sich für Solidarität und Toleranz, für ein gutes Miteinander aller in Luxemburg lebenden Menschen und nicht gegen die Immigration, sondern für eine möglichst erfolgreiche Integration der Immigranten, u.a. durch das Erlernen der luxemburgischen Sprache und besonders eine optimale Bildung für alle Kinder aus. Dies belegen die folgenden Zitate aus unserem Grundsatzprogramm:

28) Wir setzen uns für die Wahrung der Menschenrechte weltweit ein. Daher muss Luxemburg stets Zufluchtsland für politisch und religiös verfolgte Menschen bleiben.

29) Wir wollen, dass Zugewanderte in Luxemburg eine wirkliche neue Heimat finden. Eine erfolgreiche Integration der Zugewanderten durch eine aktive Integrationspolitik ist das A und O der staatspolitischen Einheit, die es zu erhalten gilt.

Für die ADR ist der Täter in erster Linie ein Psychopath, dessen emotionale Entgleisung, im Vorfeld seiner entsetzlichen Tat, in seiner Kindheit resp. frühen Jugend zu suchen ist. Die Beschäftigung mit seinen verworrenen Thesen bedeutet für ihn und seinesgleichen nur Bestätigung und Anerkennung. Die Mediatisierung seines Gedankenguts ist daher als kontraproduktiv anzusehen. Es wäre dagegen angebracht, das familiäre und gesellschaftliche Umfeld zu hinterfragen, in dem zahlreiche Jugendliche heutzutage aufwachsen (müssen).