Vor dem Hearing zur Adolphe-Brücke:

Bei der Um- oder Neugestaltung der „Nei Bréck“ geht es nach Ansicht der ADR weniger um ästhetische Betrachtungen denn vielmehr um zukunftsorientierte Lösungen für die Verkehrsprobleme der Hautpstadt Luxemburg. Die von den staatlichen Stellen angeregte Diskussion beschränkt sich dabei unserer Ansicht nach zu sehr auf die Tram-Lösung, durch die eine komplette Um- oder Neugestaltung der Brücke respektive ein paralleler Neubau erst nötig werden. Die ADR sagt:

Vergesst die Trambahn, und die Diskussion wird wesentlich vereinfacht!

In diesem Fall wären langwierige Diskussionspunkte wie Verbreiterung, übereinander verlaufende Fahrbahnen, Brücke über der Brücke usw. vom Tisch. Es bräuchte nur noch über die fällige Renovierung der „Nei Bréck“ gesprochen zu werden, das Stadtbild bliebe zudem erhalten.

Die ADR spricht sich deshalb nach wie vor für die „Schummer-Lösung“ aus, eine unterirdische Bahnlinie durch die Hauptstadt an deren Vorzüge noch einmal erinnert sei.

Die Nachteile einer Trambahn:

  • Starke Beinträchtigung des Strassenverkehrs während der Bauarbeiten
  • Der sowieso beengte Verkehrsraum in der Hauptstadt würde durch eine Tramtrasse zusätzlich beschnitten
  • geschätzte maximale Transportkapazität pro Stunde: 13000 Personen
  • Umsteigen vom Zug-Bus auf Tram wird nicht ausbleiben
  • die Rote Brücke kann in ihrer aktuellen Konfiguration das Gewicht eines Trams nicht tragen
  • die Infrastrukturen für Wasser, Gas, Elektrisch usw die durch die Hauptstadt verlaufen, müssten versetzt werden.

Minimallösung die sich auf die Stadt Luxemburg und ihre nähere Umgebung begrenzt und das Einzugsgebiet der Grenzgänger nicht berücksichtigt.

Politische Lösung:

Die Vorteile einer unterirdischen Bahnlinie:

  • die Bauarbeiten, die grösstenteils unterirdisch verlaufen, würden niemanden stören
  • die Adolphe- und die Rote Brücke blieben unangetastet, das Stadtbild erhalten
  • die Kosten für neues Zugmaterial sowie für zusätzliches Personal entfallen
  • geschätzte Transportkapazität pro Stunde: 30 000 Passagiere
  • für viele Passagier wird kein Umsteigen nötig sein
  • Verkehrsentlastung durch weniger Bus- resp. Tramspuren
  • binnen 3 Jahren könnten die zwei benötigten unterirdischen Tunnels gegraben sein
  • die Topographie der Hauptstadt Luxemburg bietet sich für die unterirdische Lösung geradezu an

Ideallösung da sie die gesamte Grossregion mit in Betracht zieht.

Echte Zukunftslösung:

Die ADR lädt deshalb die Teilnehmer der öffentlichen Anhörung am kommenden Samstag dazu ein, es anders zu tun als die Regierung, die sich jeglichen Alternativlösungen zum Tram versperrt.