Ende März hat sich die ADR einen neuen Vorstand gegeben. Dies war insofern von Bedeutung, als dass mit der Verjüngung ihrer Führungsspitze die Partei sichtbar dokumentiert hat, dass sie den Anspruch auf eine dauerhafte Präsenz in der politischen Parteienlandschaft unseres Landes stellt. Die Zusammensetzung der neuen Führungsmannschaft belehrt auch all jene eines Besseren, die nicht müde wurden, der ADR Beamtenfeindlichkeit vorzuwerfen. Mit einem Präsidenten aus dem öffentlichen Dienst und einem Generalsekretär aus dem privaten Sektor trägt die ADR gleichzeitig auch der Entwicklung ihrer Mitgliedschaft Rechnung zu der im Verlauf der letzten Jahre auch immer mehr Menschen aus dem öffentlichen Dienst hinzukamen.

Die neue Mannschaft muss die ADR nun auf die Wahlen im Jahre 2014 vorbereiten. Sie wird dabei einerseits auf die gute Vorarbeit aufbauen die unter dem früheren Präsidenten Roby Mehlen geleistet wurde, gleichzeitig aber auch neue Akzente setzen. Die ADR bietet dem luxemburgischen Wähler eine überzeugende Alternative zu den anderen Parteien, die sich im übrigen kaum mehr voneinander unterscheiden. Das soziale Engagement ist eine identitätsstiftende Konstante in der nunmehr 25-jährigen Geschichte der ADR und steht somit nicht zur Disposition. Gleichzeitig macht sich die Partei für starke demokratische Institutionen, mehr direkte Demokratie und den Schutz der Menschenrechte stark. Ihr Bekenntnis zum freien Unternehmergeist und ihre Unterstützung für die privaten Betriebe macht sie zu einer wahrhaft liberalen Partei. Im Bereich der Gesellschafts – und Familienpolitik, der Gesundheitspolitik sowie des Schutzes des Lebens steht die ADR für eine stark wertorientierte Politik die auch nicht zögert ihre festen moralischen Ueberzeugungen gegen einen oft übermächtigen Zeitgeist zu vertreten. All diese verschiedenen Komponenten machen die ADR zu einer Partei die stolz auf ihre Wurzeln sein kann und den Wahlkampf daher mit grossem Selbstvertrauen angehen sollte.

Auch in aussen- und europapolitischer Hinsicht bietet die ADR eine interessante Alternative. Sie tritt für ein Europa der Nationen ein und lehnt es daher entschieden ab, Luxemburgs Identität und Souveränität einem föderalen Europa zu opfern. Das Europa der ADR ist ein Europa in dem unser Land eine starke Rolle spielen kann um seine nationale Interessen wirksam zu vertreten und in dem es nicht zum Befehlsempfänger ausländischer Entscheidungsträger herabgewürdigt wird.

Die ADR tritt auch für eine konsequente Integration der Ausländer auf der Basis der luxemburgischen Sprache ein. Allein das Erlernen unserer Sprache erlaubt es den Ausländern am wirtschaftlichen Leben unseres Landes vollumfanglich teilzunehmen. Die Politik der ADR ist somit um ein Vielfaches ausländerfreundlicher als jene der anderen Parteien, die diese Menschen bekanntlich nicht dazu ermutigen Luxemburgisch zu lernen und ihnen somit die Chance zu einer vollständigen Integration vorenthalten wollen. Was das Wahlrecht bei den Parlamentswahlen angeht, plädiert die ADR dafür, dass dieses weiterhin an die luxemburgische Staatsbürgerschaft geknüpft bleiben muss.

Die ADR bekennt Farbe: unsere Vorschläge zur Haushaltspolitik, zur Pensionsreform, zu einer leistungsorientierten Schule und zur Stärkung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft sind nur einige Beispiele unserer Arbeit. Gradlinigkeit, Mut und Verlässlichkeit: das wird auch in Zukunft der Weg der ADR sein!

Fernand Kartheiser, ADR-Nationalpräsident

Dieser Artikel erschien im “Lëtzebuerger Land” in der Rubrik “Zu Gast im Land” am 24. April 2012