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30. Januar 94: Nationalkongress in Itzig: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Marco Dockendorf (folgt auf Jacques-Yves Henckes)

Generalkassierer: Jules Backes

In Sachen Maastricht-Vertrag wird der Regierung Verfassungsbruch vorgeworfen und sich für ein dezentrales Europa ausgesprochen. U.a. wird auch ein Parteienfinanzierungsgesetz gefordert.

1. März 94: Pressekonferenz in der Parteispenden (Valisse)-Affäre, in der eidesstattliche Zeugenaussagen präsentiert wurden, die auf Parteispenden der Bauernzentrale an die CSV hindeuteten. Tags darauf stellte sich heraus, dass das Chalet Mierscherbierg in dem angegeben Jahr noch nicht existierte. Effektiv hatten die beiden Zeugen sich hinsichtlich der Jahresangabe geirrt, was die ganze Aussage unglaubwürdig erscheinen ließ.

14. März 94: Hilda Rau-Scholtus erklärt ihren Austritt aus dem ADR und gründet eine neue Partei namens „Neutral an onofhängeg Mënscherechterpartei“ (NOMP)

6. März 94: Der neugewählte ADR-Generalsekretär Marco Dockendorf demissioniert, weil seine Einwände auf genaue Überprüfung der Zeugenaussagen in der sog. „Valisse-Affär“ nicht berücksichtigt worden seien. Fraktionssekretärin Marianne Lux wird das Amt bis zum nächsten Kongress ausfüllen.

April-Mai 94: Die Wahlkampagne wird durch die sog. „Valisse-Affär“ angeheizt. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wird eingesetzt. Die politischen Gegner des ADR versuchen mit allen Mitteln, Kapital aus dem fehlerhaften Zeugendossier zu schlagen. Die parteipolitisch eingefärbte Presse bietet alle Mittel auf, um das ADR und seinen Präsidenten in der Wählergunst zu erledigen. Das ADR bringt landesweit eine Sondernummer des „Pefferkär“ heraus, in der die Wähler über den wahren Sachverhalt aufgeklärt werden.

2. Juni 94: Der ADR-Abgeordnete Fernand Rau kommt auf tragische Weise durch einen Unfall ums Leben. Die ADR würdigt die Verdienste ihres verstorbenen Kollegen und organisiert einen Gedenkgottesdienst am 17. Juni in der St. Michaelskirche

12. Juni 94: Parlaments- und Europawahlen. Das ADR legt landesweit kräftig zu (von 7,30 auf 8,17 Prozent) und ist nun in Fraktionsstärke im Parlament vertreten. Gewählt wurden: Gast Gibéryen, Fernand Greisen, Jacques-Yves Henckes, Jean-Pierre Koepp und Roby Mehlen. Für ein europäisches Mandat hatte es nicht gereicht. Staatsminister Jean-Claude Juncker erklärt in einem Anflug echter demokratischer Gesinnung, dass es sein erklärtes Ziel sei, das ADR von der politischen Landkarte verschwinden zu lassen.

15. Januar 95: Nationalkongress in Monnerich: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Suzi Hoffmann (folgt auf Marco Dockendorf)

Generalkassierer: Jeff Engelen (folgt auf Jules Backes)

Themen waren u.a. die Parteienfinanzierung, das Ausländerwahlrecht und die europäische Agrarpolitik.

9. Mai 95: Der Escher ADR-Gemeinderat Aly Jaerling protestiert öffentlich gegen die Glückwünsche, die die ADR-Führung an den neugewählten französischen Präsidenten Jacques Chirac gerichtet hat und droht, bei weiteren Sympathiebekundungen gegenüber rechtsgerichteten Parteien aus der ADR auszutreten.

29. Juni 95: Nach längeren internen Querelen und wegen der Europapolitik der Partei teilt Suzi Hoffmann der Presse mit, als Generalsekretärin zu demissionieren und aus der ADR auszutreten. Fraktionssekretärin Sandra Bettendorf übernimmt vorübergehend ihre Aufgaben.

23. September 95: Journée parlementaire. Themen sind: Verwaltungsreform, Unterricht und Landwirtschaft/Weinbau

2. März 96: Nationalkongress in Mertert: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Sandra Bettendorf (folgt auf Suzi Hoffmann)

Generalkassierer: Jeff Engelen

Themen waren u.a. eine Statutenreform, die Renten, das Beamtenstatut, die Arbeitslosigkeit und die Pflegeversicherung.

13. Januar 97: Ein inhaltlich vorzüglicher Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Herrmann Scheer, MdB und Präsident der europäischen Solarenergiegesellschaft,über nachhaltige Politik im allgemeinen und umweltfreundliche Energiepolitik im Besonderen.

23. Februar 97: Nationalkongress in Redange: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Sandra Bettendorf

Generalkassierer: Jeff Engelen

Es wurden Resolutionen verabschiedet zu den Themen Rentengerechtigkeit und Arbeitslosigkeit.

7. April 97: 10-Jahresfeier in Larochette

18. Oktober 97: Sonderkongress Arbeitslosigkeit in Esch/Alzette. Ein Grundsatzpapier zum Thema Arbeitslosigkeit wird verabschiedet.

7. März 98: Nationalkongress in Luxemburg: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Sandra Bettendorf

Generalkassierer: Jeff Engelen

21. Juli 98: Pensionsreform verabschiedet. Unter wütendem Protest der öffentlichen Bediensteten verabschiedet das vorübergehend im Stadthaus Luxemburg tagende Parlament eine Pensionsreform, die die beiden Regime des privaten und öffentlichen Sektors einander näher bringt. Die Abgeordneten der Mehrheitsparteien und des ADR werden mit Tomaten beworfen und müssen bei ihrer Ankunft von der Polizei beschützt werden.

21. November 98: Sonderkongress Bildungsmisere in Frisingen. Ein Grundsatzpapier zum Thema Bildung wird verabschiedet.

13. Januar 99: Gründung einer a.s.b.l.

27. März 99: Nationalkongress in Dommeldingen: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Fernand Greisen (folgt auf Sandra Bettendorf)

Generalkassierer: Jeff Engelen

9. April 99: Sonderkongress Mittelstand in Itzig. Ein Grundsatzpapier zum Thema Mittelstand wird verabschiedet.

Weiter (Von Juni 99 bis März 2006)