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18. April 88: Vorstandssitzung des AK 5/6

Unterredungen: LSAP am 1. Juni und CSV am 6. Juni 1988

Es nehmen Vertreter der NGL, der UJL und der Mittelstandsvereinigung teil.

Die Parteien werden aufgefordert, bis zum 15. Juni klare Aussagen zu machen und bis zum 31. Dezember ein „richtungweisendes“ Gesetz zu stimmen.

Desweiteren wird befürchtet, der OGBL würde versuchen, mit seiner geplanten Manifestation dem Aktionskomitee den Wind aus den Segeln zu nehmen und der LSAP über die nächsten Parlamentswahlen zu helfen.

Bericht Exekutive vom 13. Juni 88: Der Generalsekretär gibt Aufklärung über die stattgefundenen Unterredungen mit den Parteien betreffend der Einführung einer Volksversicherung. Die LSAP habe sehr positive Zusagen gemacht und betont, dass die Idee einer Volksversicherung stets auch die ihre war und dass sie bereit wäre, über deren Einführung zu diskutieren, falls die CSV ebenfalls ihre Zusage gäbe. Die DP habe nur bedingt eine Zusage gegeben, sei aber mit dem Prinzip einer Volksversicherung als Endziel einverstanden.“

Bericht Exekutive vom 27. Juni 88: Der LCGB hat die NGL zu einer Unterredung eingeladen, um an gemeinsamen Aktionen zum Thema Volksversicherung teilzunehmen. Die NGL wird an dieser Unterredung teilnehmen, aber „keine Untergrabung der wirklichen Forderungen zulassen“.

Pressemitteilung des Aktionskomitees 5/6-Pensioun fir Jiddfereen vom  28. Juni 88

Bericht über die bisherigen Gespräche mit verschiedenen Parteien. „Abschliessend hält der Vorstand an seiner Forderung nach Einführung einer Volksversicherung mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Versicherten fest. Diese eindeutige Forderung muss nach dem Dafürhalten des Aktionskomitees noch vor den nächsten Parlamentswahlen durch eine bindende gesetzgeberische Massnahme abgesichert werden“.

Bericht Exekutive vom 11. Juli 88: Am 18. Juli soll nun auch die Unterredung mit der CSV stattfinden. Anschliessend an diese Sitzung soll eine Unterredung mit dem FLB „Fräie Lëtzebuerger Baureverband“ stattfinden. Selbige haben eine Unterredung betreffend eine Mitgliedschaft im Aktioonskomitee „5/6-Pensioun fir Jiddfereen“ angefragt“.

Bericht Exekutive vom 18. Juli 88: Es wird befürchtet, das Taktieren des LCGB könnte darauf hinzielen, „um das Ganze über die Sozialwahlen hinauszuschieben, sogar eventuell über die Parlamentswahlen“.

Was das Aktionskomitee angeht, so habe der FLB (Fräie Lëtzebuerger Baureverband) beschlossen, diesem beizutreten, sowie auch die Aktion Mëttelstand ihre Unterstützung zugesagt hat. Da aber laut Statuten des Aktionskomitees keine Organisation als solche beitreten kann, soll der Weg zur Zusammenarbeit mit allen Organisationen offengemacht werden.

Eine Diskussion über die Hintergründe, welche das „Luxemburger Wort“ bewegt die Aktion zu unterstützen, wurde angeregt, sowie auch die Hintergründe des LCGB und OGBL analysiert wurden. Klar schälte sich heraus, dass es sich hier nur um wahlpolitische Hintergedanken handeln könne“.

Der Landespräsident teilt mit, dass er aus sicherer Quelle erfahren habe, dass OGBL und LCGB von ihren Parteien den Auftrag erhalten hätten, die Aktionen des Aktionskomitees „5/6-Pensioun fir Jiddfereen“ zu untergraben bis über die Parlamentswahlen hinaus.

Der Generalsekretär gibt Aufklärung über die Unterredung mit der CSV, welche sich auch positiv für mehr Rentengerechtigkeit ausgesprochen habe“.

20. August 88 (Luxemburger Wort): Vorstand erweitert durch Vertreter von FLB, Akt. Mëttelstand und Fräi Wënzer

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