Zurück (Von September 88 bis Oktober 89)

12. November 89: Nationalkongress in Mersch. Neuwahl Vorstand

Präsident: John Bram (folgt auf Gast Gibéryen)

Generalsekretär: Jean Jaerling (folgt auf Aly Jaerling)

Generalkassierer: Jules Backes (folgt auf Christian Deloge)

Das Aktiounskomitee 5/6 Pensioun fir jiddfereen nennt sich ab sofort Aktiounskomitee 5/6

21. März 90: Parlamentspräsidentin Hennicot-Schoepges teilt mit, dass den „Non-inscrits“ auf Nr. 13 rue du Marché-aux-Herbes eine Immobilie zur Verfügung gestellt wird, die diese unter sich aufteilen sollen. Die „Treppenbesetzung“ trägt Früchte.

2. Dezember 90: Nationalkongress in Frisingen. Neuwahl Vorstand:

Präsident: John Bram

Generalsekretär: Edouard Kellner (folgt auf Jean Jaerling)

Generalkassierer: Jules Backes

Josy Simon rebelliert ohne ersichtlichen Grund und unterstellt der Parteispitze Unregelmäßigkeiten. Er wird aufgefordert, seine grundsätzliche Solidarität zur Partei zu bekunden. Als er dies verweigert, stellt Roby Mehlen den Antrag auf Einleitung eines Ausschlussverfahrens. Dieser Antrag wird vom Kongress bei 6 Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

15. Januar 91: Der N-Vorstand fordert den Abgeordneten Josy Simon auf, sein Mandat niederzulegen und dem Nächstgewählten Platz zu machen.

5. Februar 91: Gaétan Raeman wird vom NV zum neuen Generalsekretär gewählt

19. Juni 91: Der DP-Fraktionschef im Stadtrat Luxemburg, Jacques-Yves Henckes beschuldigt in einer Pressekonferenz seine Partei übler Machenschaften und erklärt seinen Austritt aus der DP.

10. September 91: Der NV enthebt Gaétan Raeman wegen ungebührlichen Benehmens seines Amtes als diensttuender Generalsekretär. Fraktionssekretärin Marie-Anne Lux übernimmt provisorisch das Amt.

30. Oktober 91: Das Aktionskomitee antwortet der ASTI auf einen Brief an die Redaktion in dem das AK 5/6 mit der extremen Rechten in Verbindung gebracht wurde.

8. Dezember 91: Nationalkongress in Wormeldingen: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen (folgt auf John Bram)

Generalsekretär: Jacques-Yves Henckes (folgt auf Edouard Kellner)

Generalkassierer: Jules Backes

15. Juni 92: Präsident Mehlen, Generalsekretär Henckes und die Abgeordneten Gibéryen und Koepp überreichen der Parlamentspräsidentin Erna Hennicot-Schoepges eine Petition mit 8.310 Unterschriften, in der die Einführung eines Referendums betr. die Einführung eines einheitlichen Pensionsregimes für alle Bürgerinnen und Bürger gefordert wird.

6. Juli 92: Auftakt einer Unterschriftenaktion für Referendum über Maastricht-Vertrag. In der parlamentarischen Orientierungsdebatte vom 22. April 92 war ein diesbezüglicher Antrag zurückgewiesen worden.

9. September 92: Nationalvorstand

Ein Mitglied und Kandidat bei den Parlamentswahlen im Osten (Mannes) soll wegen im Namen des AK 5/6 gemachten ausländerfeindlichen Aussagen auf einer LSAP-Versammlung ausgeschlossen werden. Die Prozedur wird eingeleitet. Erstmals wird eine Änderung des Namens des Aktionskomitees andiskutiert.

10. Oktober 92: Journée parlementaire

22. November 92: Nationalkongress in Diekirch: Neuwahl Vorstand:

Präsident: Roby Mehlen

Generalsekretär: Jacques-Yves Henckes

Generalkassierer: Jules Backes

Statutenänderung + Namensänderung: Aus „Aktionskomitee 5/6“ wird Aktionskomitee fir Demokratie a Rentegerechtegkeet

Forderung an die Regierung: Zum 1. Januar 93 wird eine Rentenerhöhung um 10% bzw. mindestens 5.000 Franken verlangt

17. Februar 93: Das ADR teilt Staatminister Santer mit, dass es nicht an einer Versammlung der Parteienvertreter mit der Regierung über den Maastricht-Vertrag teilnehmen wird „Ne voulant pas nous faire les complices d’une telle tromperie et ne voulant pas cautionner implicitement la procédure de ratification gouvernementale…“

16. März 93: Der ADR-Präsident und Abgeordnete Roby Mehlen reicht den Gesetzesvorschlag zur Einführung des Referendums auf Basis einer Bürgerinitiative ein.

22. März 93: Der CSV-Abgeordnete und Finanzspezialist Fernand RAU und seine Gemahlin, Hilda Rau-Scholtus treten aus der CSV aus und in die ADR ein. Der „Journal“ zitiert den Abgeordneten Rau: „Mir sinn nämlech der Meenung, datt een nët engersäits Grondwwäerter a Solidaritéit, Toleranz a Frëndschaft kann an d’politesch Vitrine stellen an aanersäits um Niveau vun de Parteien Zwietracht, Favoritismus a Klüngelbildung passéire loossen“.

17. September 93: Veranstaltung als Auftakt zur Kampagne für die Gemeindewahlen

23. September 93: Weil das ADR sich gegen das Ausländerwahlrecht bei den Gemeindewahlen ausgesprochen hat, wirft der Journalist Michel Raus das ADR auf RTL mit Rechtsradikalen in einen Topf. Das ADR protestiert bei RTL gegen diese Hetze und kündigt im Wiederholungsfall gerichtliche Schritte an.

10. Oktober 93: Gemeindewahlen: Das ADR konnte seine Position im Vergleich zu den Landeswahlen von 1989 fast überall verbessern. In zehn Proporzgemeinden angetreten, konnte das ADR in sieben Gemeinden je einen Sitz erringen: Differdingen, Esch/Alzette, Hesperingen, Junglinster, Luxemburg, Schifflingen und Walferdingen.

6. Dezember 93: Pressekonferenz zum Thema Wahlrecht für Bürger der Europäischen Union.

16. Dezember 93: Der Generalsekretär der CGFP, Jos Daleiden wirft dem ADR auf RTL „Ausländerhetze“ vor, weil das ADR gegen das Ausländerwahlrecht ist. Dabei ist die CGFP selbst ganz entschieden gegen das Ausländerwahlrecht, während das ADR die Frage einem Referendum unterwerfen möchte. Er wird postwendend aufgefordert, dies entweder zu beweisen oder seine Aussage zurückzuziehen, ansonsten gerichtliche Klage eingereicht würde.

Weiter (Von Januar 94 bis April 99)