5. Den Tourismus opwäerten

5. Den Tourismus opwäerten

Mehr denn je gilt es in der Wirtschaftskrise, dem Tourismus in Luxemburg den Stellenwert zurückzugeben, den er verdient. Luxemburg ist reich an historischen Bauwerken, von der Römerzeit über die Burgen bis zur Festung. Es wurde nicht gegeizt weder in den Gemeinden noch seitens der Regierung, um Kulturzentren und Museen neu einzurichten bzw. neu zu bauen.

Die ADR möchte die luxemburgischen Sehenswürdigkeiten, insbesondere aus der keltischen Zeit und der römischen Antike, noch besser zu Tourismuszwecken nutzen, sie besser auf die Bedürfnisse eines modernen Tourismus ausrichten und sie stärker bewerben. Dies gilt z.B. für den Tëtelbierg sowie die römischen Überreste in Dahlheim und Echternach.

Wir wollen die ehemalige römische Siedlung „Ricciaccus“ verstärkt freilegen und hier ein permanentes Zentrum für römische Geschichte und Kultur in unserer Gegend schaffen. Auch andere gallo-römische Überreste, wie z.B. die Thermen bei Mamer müssen eine größere Beachtung finden.

Die Luxemburger Natur – auch außerhalb der Naturparks – hat sehr viel zu bieten. Viele Sportinfrastrukturen können auch sinnvoll im Tourismusbereich integriert werden. Die ADR wird sich dafür einsetzen, dass dieser Reichtum besser zur Geltung kommt und dauerhafte Arbeitsplätze schafft.

Viele Besucher sind Tagestouristen. Ihr Empfang, die Infrastruktur, und das Informationsmaterial sind so auszulegen, dass diese Besucher Lust auf Mehr bekommen und sich, bei einem späteren Besuch, für einen längeren Aufenthalt in Luxemburg entscheiden. Während der Ferienzeit soll auch den Besuchern, die nur an den Tankstellen halt machen, Luxemburg schmackhaft gemacht werden.

Neben dem traditionellen Erholungstourismus wird die ADR auch den Kongress- und Kulturtourismus in hohem Maße fördern und ausbauen. Desweiteren sollen Angebote für spezielle Zielgruppen ausgebaut werden, z.B. für Sportler, Wellnesstouristen, Fahrradfahrer, Motorradfahrer, Campingcartouristen…

Die ADR legt großen Wert darauf, dass die touristischen Infrastrukturen behindertengerecht ausgestattet werden. Der Tourismus soll ein barrierefreier Wirtschaftszweig sein.

Wir wollen auch die Vernetzung von Weinbau und Tourismus in der Werbung verstärken. Das Weinbaugebiet an der Mosel,  sowie der Fluss selbst haben touristisches Potential das noch weiter erschlossen werden kann. Insbesondere die Ortschaft Schengen soll wegen ihrer internationalen Bekanntheit stärker touristisch gefördert werden.

Auch die regionale Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg soll verstärkt werden.

Auch dem Industrietourismus misst die ADR eine große Bedeutung zu. Dieser hat drei wichtige Zielvorgaben: das Erbe unserer Vorfahren zu bewahren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und besondere Anziehungspunkte für den Tourismus zu bieten. Zu den wichtigsten Standorten zählen für die ADR das nationale Museum der luxemburgischen Eisenerzgruben in Rümelingen, der Industrie- und Eisenbahnpark im Fonds-de-Gras, die Schiefergruben in Martelingen und die Robbesscheier in Munshausen. Die überaus teure Renovierung der Hochöfen in Belval muss nun in einem möglichst überzeugenden Gesamtkonzept optimal zu schulischen und touristischen Zwecken genutzt werden.

Die ADR wird diese nationalen Zentren weiter mit staatlichen Mitteln unterstützen. Wichtig ist, dass dort, wo noch Zeitzeugen leben, deren Erfahrungen und Anekdotenmultimedial festgehalten werden (z.B. mit der Unterstützung des CNA) und, wenn möglich, auch ihre Handfertigkeiten an eine jüngere Generation weitergeben werden können.

Diese nationalen Zentren sollen Arbeitsplätze schaffen, auch mit sozialem Bereich und für behinderte Mitmenschen, nach dem Muster des Märchenparks in Bettemburg. Die ADR wird sich dafür einsetzen, dass diese Standorte weit besser als bisher touristisch vermarkt werden. So muss z.B. in der Großregion ein attraktives Package geschaffen

werden, das die Eisenerzgruben in Rümelingen und den Fonds-de-Gras mit dem „Musée du Carreau de Wendel“ (Kohlengrube in Lothringen) und der Völklinger Hütte im Saarland verbindet.

Insbesondere der Kultur– und der Kongresstourismus verlangen eine hohe Professionalität und ein freundliches Umfeld. Das beginnt beim Empfang am Flughafen, der Höflichkeit des Personals in den Hotels und der Professionalität der Taxifahrer. Das Taxiwesen muss unbedingt reformiert werden um die Effizienz des Systems und die Zufriedenheit der Kunden merklich zu verbessern!

Die Tour Operators sollen verstärkt Pauschalangebote mit kulturellen, gastronomischen und touristischen Facetten anbieten.

Die ADR möchte auch, dass sich die Hotels darum bemühen, eine größere luxemburgische Identität in ihre Dekoration und ihre gastronomischen Angebote zubringen.

Grundsätzlich sieht die ADR in den Berufsverbänden und Kammern des Tourismusgewerbes wichtige Ansprechpartner, genau so wie sie auch in lokalen Syndicats d‘initiative u. a. wertvolle Gesprächspartner und Berater sieht. Die staatlichen Initiativen dürfen sich nicht über die Meinung der direkt Betroffenen hinwegsetzen. Die ADR sucht den Dialog mit allen Akteuren im Kultur-und Tourismusbereich.

Mehrjährige Investitionspläne sollen die touristische Infrastruktur, insbesondere das Hotelwesen, nachhaltig modernisieren und verbessern. Die Einordnung der Hotels nach Qualitätskriterien muss internationalen Standards entsprechen.

Die ADR wird endlich die finanziellen Voraussetzungen schaffen, damit das ONT imstande ist, die Werbung im nahen und fernen Ausland wesentlich zu verstärken. Hierzu ist die Zusammenarbeit mit den luxemburgischen Botschaften im Ausland anzustreben. Das ONT ist auch in personeller Hinsicht auszubauen. Die Kompetenzverteilung zwischen ONT und Ministerium soll klar geregelt werden, wobei dem ONT die Kompetenz für die Werbung integral übertragen werden soll.

Die ADR wird landesweit eine bessere Ausstattung mit Hinweisschildern für touristische Attraktionen unseres Landes bewirken.

Wir wollen das Netz der Jugendherbergen weiter ausbauen sowie die Schaffung großer Infrastrukturen, wie Erlebnisschwimmbädern, überdachten Spielplätzen und Indoor-Freizeit-Anlagen, die auch bei schlechtem Wetter Unterhaltung und Sport erlauben, unterstützen und fördern.

Die ADR wird das Fahrradnetz zügig ausbauen. Das System der organisierten Fahrradferien mit Gepäcktransport ist stärker zu fördern. Fahrradverbände undinteressierte Hotels müssen unterstützt werden um ihre Initiativen besser zu vermarkten. Auch das Netz von Wanderwegen ist zu erweitern. Die Beschilderung ist zu vereinheitlichen und in kohärenter Weise flächendeckend zu vervollständigen.

Die Sanierung der Flüsse ist zügig und konsequent durchzusetzen, damit das alljährliche Badeverbot aufgehoben werden kann. Bis zur Erreichung dieses Ziels sind den Betroffenen (z.B. Campings und Hotels an der Sauer) staatlicherseits Ausgleichhilfen zu gewähren.

Neben dem „klassischen“ Camping werden wir verstärkt Infrastrukturen fördern, dieden Campingcartouristen entgegenkommen

Die ADR wird die Übernahme sowie die Neuschaffung von Betrieben im Tourismussektor verstärkt unterstützen. Wir wollen die Schaffung von Familienhotels nachinternationalen Kriterien ankurbeln. Hotels, Campings und andere touristische Unterkünfte (Ferien im Bauernhof, Gîtes, …) sollen ermuntert werden um den Anforderungen von Qualitätslabels gerecht zu werden. Dafür wird der StaatSubventionen und billige Kredite zu Verfügung stellen aber auch Beratungsstellen mit qualifiziertem Personal einrichten. Generell soll die Beratung der Betriebsinhaber in Zusammenarbeit mit den Berufskammern weiter verbessert werden.

Die ADR möchte Ideen wie Ferien auf dem Bauernhof insbesondere für Kinder bewusst fördern. Auch Konzepte zum Thema Ferien im eigenen Land sollen in Luxemburg verstärkt erarbeitet werden.

Wie für andere Betriebe setzt sich die ADR nicht nur in der Krise dafür ein, die administrativen Schikanen (z.B. Kommodo-Inkommodo) zu verringern und allen übertriebenen Papierkram (z.B. unnütze Erhebungen) zu beseitigen.

Wir wollen die Ungleichbehandlung bei der Subventionierung der Infrastrukturenzwischen Gemeinden und Syndikaten einerseits und den privaten Trägern andererseits abschaffen und in diesem Bereich eine Harmonisierung herbeiführen.

Wir werden es den Tourismusbetrieben ermöglichen, steuerfreie Reserven anzulegen, um große Schwankungen besser aufzufangen.

Die ADR wird den Hoteliers-Restaurateurs mehr Mitspracherecht in der Hotelfachschule Diekirch und der Berufsschule Bonneweg einräumen.