Die ADR-Norden ist sich schon längstens bewusst, dass für das Ackerbaulyzeum dringend ein neuer Standort benötigt wird um den heutigen Anforderungen einer modernen Schule gerecht zu werden. Leider ist das aktuelle Ettelbrücker Territorium der Ackerbauschule für einen weiteren Ausbau nicht geeignet. Diesbezüglich wurde am 27. März dieses Jahres im Parlament eine neue Infrastruktur gestimmt mit Standort Gilsdorf.

Aus standortbedingten Gründen hat die ADR gegen dieses Projekt gestimmt. Die Option Gilsdorf entspricht weder der IVL-Konzeption, noch passt sie in den „Plan sectoriel Lycées“. Schlimmer kann es nicht sein! Das Chaos in Diekirch ist bereits vorprogrammiert. Sogar einzelne Abgeordnete der aktuellen Regierungsparteien sind mit diesem Standort nicht zufrieden. Dies wirft die Frage auf: was sollen überhaupt all diese teuren Gesamtpläne, wenn sich nicht daran gehalten wird? Der Bürger hingegen muss sich an diese Pläne halten, aber der Staat braucht dieses nicht zu tun! Warum nur? Bevor das Projekt überhaupt seinen Instanzenweg durchläuft, kann von Prozedurschwierigkeiten bzw. Verzögerungen ausgegangen werden. Dazu kommt, dass der gewählte Standort zusätzliche Mehrkosten mit sich bringt.

Der Standort Gilsdorf befindet sich zudem in einer Hanglage, die nicht an das lokale öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist. Die strategische Umweltprüfung lag bei der Abstimmung im Parlament nicht vor. Der Standort befindet sich abseits aller Infrastrukturen, inklusive der soziokulturellen Einrichtungen.

Bevor man das Ackerbaulyzeum im Parlament bewilligte, hätte unserer Meinung nach für die ganze Schulinfrastruktur im Raum der Nordstadt ein Masterplan vorliegen müssen. 20 Jahre Planzeit hätten genügen sollen. Wir erinnern an das technische Lyzeum, das Lyzeum für Gesundheitsberufe, das Nordstadtlyzeum sowie das CNFPC, die dringend neuen Raum benötigen. Dies ist seit Jahrzehnten in der Diskussion, ohne dass eine brauchbare Lösung für die Gesamtproblematik in Aussicht steht.