Der vom Gesundheitsminister vorgeschlagene Rententisch II zwischen der Regierung und den Sozialpartnern soll anscheinend hinter verschlossenen Türen stattfinden. Schon bei der Ietzten Tripartite wurde sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein politischer Kuhhandel auf Kosten der Rentenkassen des Privatsektors vereinbart. Der Staatshaushalt wurde auf Kosten der Rentenkassen entlastet und in Folge dessen wurden die geschuldeten Rentenanpassungen ausgesetzt. Daher stößt die geplante Vorgehensweise bei der ADR auf harsche Kritik.

Eine zukunftsorientierte Diskussion über die langfristige Absicherung des Rentensystems muss in aller Transparenz und unter Teilnahme sämtlicher im Parlament vertretenen Parteien sowie der Sozialpartner erfolgen.

Die ADR ist sich bewusst, dass der demographische Wandel das aktuelle, auf dem Umlageverfahren beruhende Rentensystem künftig vor neue Herausforderungen stellen kann. Daher versperrt sie sich nicht der Diskussion über die Langzeitstrategie im Pensionswesen.

Es kann und darf aber nicht sein, dass diese Diskussion ohne Beteiligung der gewählten Volksvertreter stattfindet.