Das gesamte Verkehrs- und Transportgeschehen muss zum zentralen Thema einer aktiven, umweltbewussten und vorsorgenden politischen Gestaltung werden. In den letzten Jahren zeigt sich immer mehr, dass Luxemburg in Sachen Verkehr und öffentlichem Transport vor dem Kollaps steht. Dies ist das Resultat sämtlicher bisheriger Regierungen, die planlos an unserem Straßennetz herumgewerkelt haben. Die ADR ist nach wie vor der Auffassung, dass Schluss sein muss mit faulen Kompromissen, und dass es unabdingbar und vorrangig ist ein Transportgesamtkonzept zu entwickeln. Wie Recht wir hatten als wir dieses vor 10 Jahren schrieben beweist einmal mehr das aktuelle Geplänkel um die Gestaltung des Raumes in Sachen Verkehr um und in der Nordstadt.

Wir waren und sind heute mehr denn je der Auffassung, dass der Durchgangsverkehr um Ettelbrück durch eine nord-west Umgehungstrasse geschleust werden muss. Das Verkehrs-Problem von Ettelbrück und seiner Umgebung ist nur zu lösen mit dem Bau dieser Nord-West Umgehungstrasse, so wie die ADR Norden es schon zigmal forderte (das erste Mal siehe Nordpefferkär November 2001). Zwischen dem Fridhaff (nahe Erpeldingen) und Feulen muss die N 27 (Nordstraße) und die N 15 (Ettelbrück-Wiltz/Bastnach) eine Direktverbindung erhalten. Dies war und bleibt unsere Forderung. An dieser Umgehungsstraße ist zudem die Möglichkeit eines Verteilers zu den Ettelbrücker Lyzeen, sowie der Klinik gegeben. Diese Zufahrt sollte allerdings schon jetzt im Bebauungsplan der Stadt Ettelbrück berücksichtigt werden. Dieses war und bleibt für uns eine Priorität zudem es das Feulener Verkehrsproblem automatisch mitlöst. Übrigens, diese Lösung war schon im Jahre 1979 geplant (siehe CSV Wahlkarte 1979). Warum wurde diese zu jener Zeit nicht gebaut? Oder war dies nur Stimmenfang für die CSV?

In einer Motion aus dem Jahre 2007 wurde jedoch die Süd-West Umgehung zurückbehalten. Wie dieses sich jetzt leider erweist, wird aus Sparzwängen jetzt nur ein Teil dieser Umgehungsstraße realisiert und Feulen bleibt außen vorliegen. Eine Umgehungstrasse nur teilweise zu realisieren ist gegen jede Vernunft und beherbergt nachteilige Verkehrsbeeinträchtigungen. Mit unserer Forderung einer ganzheitlichen Umgehung wären alle Probleme gelöst.

Das gleiche gilt für Diekirch, sollte die Ackerbauschule am jetzigen abgestimmten Standort beibehalten werden, so muss vorab hier der Durchgangsverkehr um Diekirch geschleust werden andernfalls das aktuelle Chaos noch größer wird.

Wir fordern alle Entscheidungsträger hiermit auf dieses Projekt der Süd-West Umgehung zu verzichten! Zudem gilt es wie für alle andere Entscheidungen ein Gesamtmobilitätskonzept zu erarbeiten.